“Trödelmarkt der Träume“ 2012 

Sa. 25. August im Klosterpark Altzella

(Der Klosterpark Altzella liegt nahe Nossen, etwa 10min vom Nossener Autobahndreick A4/A14 – siehe Besucherservice/Anfahrt)

 

Ein ganzes großes Festival Magia Mundi können wir in diesem Jahr leider nicht veranstalten.

Wohl aber ein Fest für alle Leckermäuler guter Erzählkost: den Trödelmarkt der Träume.

 

Foto: Volker Janotta

 

Viele Dinge haben eine Geschichte, erst recht bei altem Trödel. Diese Geschichten sollen erzählt und ausgetauscht werden.

 

Aber wir wo llen mit Ihnen und Euch jetzt schon Geschichten erfinden, die den Trödelmarkt beleben und verzaubern werden.

Das ist überhaupt nicht schwer, es braucht nur etwas Mut, etwas Humor – und etwas angeblich sehr Rares: ein bisschen Zeit und Muße.

 

 

Alles weiter ist denkbar einfach:

Eine Rubrik und einen Geschichtenanfang (unten) auswählen +++ die Geschichte weiterspinnen, allein oder gemeinsam mit Kind & Kegel +++ Namen, Adresse und Mail darunter schreiben +++

 

bis 01. August 2012 einsenden an

Erzähl mir was! e.V.

Louisenstraße 15 | 01099 Dresden

oder via Mail an verein@magiamundi.de

Stichwort: Trödelmarkt der Träume

 

+++ Wir veröffentlichen Deine/Ihre Story hier auf www.magiamundi.de +++ Unter allen Einsendern verlosen wir

20 Hörspiele, Hörbücher – und zwar am 25.08.2012 in Altzella +++ Bitte auch die Geschichte(n) mitbringen für einen guten Tausch mit, treffen Sie Fans und professionelle Erzählkünstler! +++

 

+++ Fragen zum Trödelmarkt? Förderer oder Mitglied werden? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an! +++

verein@magiamundi.de +++ Tel. 01522. 8620107  (Jan Deicke, Vereinsvorstand & Künstlerischer Leiter)

 

Die Rubriken und Anfänge zur Auswahl:

 

Tatort Hängematte

„ ‚Finger weg von meinem Gummibaum, Schurke!’ schrie eine markerschütternde Bassstimme. Ich schaute aus meinem Dachfenster – wer nur konnte um diese nächtliche Stunde Befürchtungen hegen, es würde ihm der Gummi vom Strauch gepflückt? …“

 

“Das hättet Ihr sehen sollen: Er lag einfach so da – dick und kuuuugelrund. Und er hatte einen sehr merkwürdigen Namen, über den sich alle Welt ständig lustig machte. Und er machte ihm auch alle Ehre: …”

 

“Dort in diesem Haus fing alles an. Als ich es zum ersten Mal betrat, fuhr mir schneidend dieser stechende Geruch in die Nase. Meine Ahnungen schienen sich zu bewahrheiten …”

 

“Das Rauschen des Meeres und die Gleichmäßigkeit des Auf und Ab der Wellen ließ Lia langsam zur Ruhe kommen. Ihr offener Mund sog die feuchte fette Luft ein. Sie stand an der Spitze des auslaufenden Segelschiffes, welches sich langsam aber stetig vor der Kreideküste seinen Weg bahnte. Da nahm sie auf dem Deck eine Gestalt war. …”

 

“Marten und Joe lagen dicht beieinander. Das Meer wogte nur friedlich und kaum mehr bedrohlich.
Joe äugte über den Rand der Hängematte, legte seine Hand über die Augen und zeigte dann auf etwas Winziges in der Ferne. Ein kleiner Punkt, dicht über dem Horizont, der langsam über der grüngrauen Wasserfläche dahinschwebte …”

 

“Da vor ihm, direkt vor seiner Nasenspitze, da lag sie, dieses zarte Wesen. Diese Wunderschöne. Die Frau seiner Träume, müsst Ihr wissen. Und sie schnarchte, dass die Hängematte nur so wackelte. …”

 

“Ein kleines Mäuschen lebte einst friedlich in der Falte einer wunderschön kuscheligen Hängematte. Es konnte eine sehr lange Zeit und Tag für Tag herrlich faulenzen, denn es gab keine großen Pläne in diesem Mäuseleben. Aber da …”

 

“Otto lag eines Abends in der Hängematte. Über ihm glitzerten die Sterne und der Mond zwinkerte. Die Nacht war so schön! Ottos Augenlider wurden immer schwerer – da erhellte ein Blitz die Nacht, tauchte alles in grelles, blaues Licht und …”

 

“Eine Tages, die Sonne lag gerade in ihrer Hängematte, fiel ein Stückchen Himmel herunter. Und das fiel der Sonne genau auf die große Zehe. So eine Unverschämtheit, dachte die Sonne und sie war sehr beleidigt. …”

 

“Als der Späher durchs Gebüsch auf das gegnerische Heer linste, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Ein leichter Wind war aufgekommen und vor ihm lag ein Meer aus Hängematten …”

 

“Emma wachte auf und wusste sofort: Der Traum ist weg. Normalerweise lag er immer säuberlich zusammengefaltet auf dem Kopfkissen neben ihr. Sie versuchte sich zu erinnern… Es ging um irgendein Loch in einer Hängematte.   Die, in der sie selbst bis eben geschlafen hatte… Sie schaute unter sich auf den Boden. Und tatsächlich: völlig ungeordnet rieselten noch ein paar letzte Kieselchen auf den Boden … ”

 

“Als Franz gegen Mittag in der Hängematte erwachte, die ihm der Alte letzte Nacht geschenkt hatte, stellte er fest, dass es schon seit einer Weile geregnet haben musste. Nur über ihm schien die Sonne …”

 

“In den Wald spazieren zu gehen war keine gute Idee gewesen! Nichts Aufregendes war bis jetzt passiert … ”

 

Sagenhaft & wundersam

„Es war einmal ein ausgebeulter, alter Sack. Da er sich in seinen Hohlräumen etwas muffig fühlte, beschloss er eines schönen Morgens … “

 

„Das, meine Damen und Herren, ist die legendäre Traumblume. Heute Nacht wird sie ihre Blüte endlich öffnen“. Die tiefroten und violetten Blätter formten das Bild einer Krallenhand, die langsam bereit war ihr Geheimnis preiszugeben. Ein süßer, schläfrig machender Duft erfüllte den Garten der Träume. …“

 

“Wohlan, meine verehrten Damen und Herren, Sie müssen wissen, dass Senora Fortuna und Senor Dinero ineinander so verliebt waren, dass man nie die eine ohne den anderen sah. …”

 

“Ein junges Ehepaar lebte recht vergnügt und glücklich beisammen und hatte den einzigen Fehler, der in jeder menschlichen Brust daheim ist: Wenn man’s gut hat, hätt’ man’s gern noch viel, viel besser. …”

 

“Hört zu, ich will euch was flüstern: von einem guten Lande, dahin würde mancher auswandern, wüsste er, wo es läge.  Aber der Weg dahin ist weit für die Jungen und für die Alten, denen es im Winter zu heiß ist und zu kalt ist im Sommer….”

 

“Da war einmal ein junges schönes Mädchen, das sich nichts zu wünschen wusste und darüber immer trauriger wurde. Ihr Vater machte sich darüber bereits große Sorgen, als eines Tages …”

 

“Eines Tages machte sich die Alte auf den Weg. Kopfschüttelnd riefen die Nachbarn sich zu: „Das verlorene Glück will sie finden. Na die werden wir wohl in unserem Leben nicht mehr wieder sehen. …”

 

“An einem schönen, schönen Tage, als die Sonne die Erde besonders kräftig wärmte, wagte sich eine alte Frau aus ihrem Versteck hervor. Da stand sie nun und sah zu den Menschen hinüber. Aber es war höchst seltsam – sie schien für diese unsichtbar zu sein …”

 

“Mitten in der großen Stadt stand ein Haus. Es war klein und bunt. Rings um das kleine Haus standen viele große, graue Häuser, in denen viele große, graue Leute wohnten. Aber niemals sah man einen Menschen in das kleine bunte Haus gehen …”

 

“Maximilian war nicht alt und nicht jung, aber er ging gern spazieren – jeden Tag!  Straße auf, Straße ab, Hügel hoch, Hügel runter – jeden Tag und so auch heute.
Der Himmel war blau, die Sonne warm und Maximilian schaute den schäfchenweichen Wolken nach. Plötzlich: mitten vor ihm ein Loch, ein großes, tiefes, schwarzes – eins was vorher noch nicht da gewesen war …”

 

“Madeleine war die schönste Prinzessin auf der ganzen Erde. Sie war so schön, dass sich die Sonne versteckte und der Mond verblasste. Alle Menschen bewunderten ihre Schönheit. Als nun keine Sonne mehr schien …”

 

“Lange, sehnsüchtige Blicke erwarteten sie, als ihre Hand den edlen und anmutigen Griff der getäfelten Mahagonitür öffnete. Mit der Grazilität, die ihre ganze feenhaften Erscheinung ausdrückte, überschritt sie die dunkle erdfarbene Holzschwelle zum großen Saale der rosa Quallenperlen. …”

 

“Die schöne Thekla blinzelte mit ihren kastanienbraunen schimmernden Augen dem starken blonden Recken zu. Wie durch Zufall lies ihr Schnupftuch unbeabsichtigt zu Boden schweben. Der Recke war wie gebannt und konnte sich nicht mehr bewegen. …”

 

“Das rote Licht am Ende der Straße hatte ihn schon immer angezogen. Langsam und zögerlich schaute er in die triste Auslage der regennassen Einkaufsstraße. Da sah er in den Augenwinkeln einen Schatten, der auf ihn zuzusteuern schien.”

 

Schurken, Strolche & Schlawiner

“Als Anna an einem neblig-frostigen Spätnovemberabend die Abkürzung durch das enge Fleischergässchen nahm, um schnell nach Hause zugelangen, da hörte sie hinter sich plötzlich einen merkwürdigen Ton, der näher und näher zu kommen schien …”

 

“Schläfrig öffnete Plumpquatsch die schwere Lider. Etwas hatte ihn in seinen tiefen Träumen gestört. Etwas, das erst leicht und dann immer intensiver an seiner Traumschale gebohrt hatte. Sogar der Grashalm war ihm aus dem Mundgefallen, den er im Schlaf zu kauen pflegte. Langsam nahm nun die Außenwelt in seinem schweren Kopf Konturen an. Er schaute verduzt auf …”

 

“Es waren einmal zwei Kerle: Knux und Tux. Am liebsten lachten sie sich schief und schepp über ratternden Bohnengesänge. Ihre Bäuche hüpften auf und ab und ihr Lachen gurgelte wie das Reiben von Knastersteinen. Plötzlich plumpste in ihre Mitte ein …”

 

“Ploing. Ploing. Ploing. Es kam immer näher. Ploing. Ploing. Ploing. Ploing. Noch näher. WUUUUMMM …. WUUUUUM ….. Una fuhr herum und das Entsetzen stand ihm ins Gesicht geschrieben …”

 

“Tief im Wald, direkt neben einer großen Eiche, stand ein Pilz. Er war prächtig anzuschauen mit seinem herrlichen roten Hut. Ganz besonders stolz war der Pilz jedoch auf seine 5 1/2 weißen Punkte. Eines Tages fiel eine Eichel vom Baum und genau …”

 

“In der kleinen Stadt gab es einen großen Platz. Der Platz war leer, bis auf ein rostig rotes Auto. Das stand dort und langweilte sich. Nicht los, überhaupt nichts!,dachte das kleine Auto. Wenn nur wenigstens …”

 

“Sie rief ihn Strolch, dabei hatte er ihr nur eine Erbse in den Schuh gesteckt und sich sogar etwas dabei gedacht …”

 

“Als Ridi Culos vor die Tür trat, war es bereits dunkel …”

 

“Drei Gesellen wollten es sich gerade an einem feinen Feuerchen gemütlich machen, als ein Platzregen auf sie einprasselte, als hätte der Große da oben persönlich alle Schleusen geöffnet, um seinen heftigen Zorn auszugießen.”

 

“Paul hatte diese große Nase im Gesicht. Eine Nase, die ihm immer im Wege war, wenn er nach rechts oder links schielte. …”

 

“In dieser Gegend war einmal, und es ist noch gar nicht so lange her, ein Dummkopf, und der wollte sich einen Viertel Verstand kaufen. Denn durch seine Torheit kam er immer wieder in die Klemme und alle lachten ihn aus…”

 

“In einem Dorfe lebte einmal ein Alter, und mit ihm seine Alte. Sie hätten ein ruhiges Leben gehabt, wenn nur die Frau verständig genug gewesen wäre, zur rechten Zeit ihre Zunge zu zügeln. Was immer sich zu Hause zutrug – gleich musste es das ganze Dorf wissen; und obendrein übertrieb sie alles und erzählte Geschichten, die sich gar nicht zugetragen hatten…”

 

“Eilig schloss Jimmy die Türen. Stockdunkel war es in dieser Nacht. Zum Glück hatte niemand ihn entdeckt. Nur die …”

 

“Vielleicht habt ihr ja schon von ihr gehört und den Mund nicht mehr zu bekommen. Maria konnte keinen einzigen Satz aussprechen, wenn er nicht eine dicke, saftige Lüge enthielt. So hörte man sie ständig sagen…”

 

“Jetzt hab ich dich. Jetzt hab ich dich. So lange habe ich auf diesen Tag gewartet. Ha, du hast dich vor mir versteckt, viele Jahre. Weißt du noch, wie das damals begann? …”

 

Unheilbar gesund

“Seit die Stadt den Gesundbrunnen auf dem Markplatz aufgestellt hatte, waren die Menschen von Kleinknubbelsdorf ganz verändert. Die alten Mütterchen auf ihren Bänken schwiegen lächelnd in die Mittagsruhe, …”

 

“Den ausgefüllten Anmeldebogen in der Hand ging ich auf die große Tafel im Foyer der Klinik zu. Auf ihr war für jedermann zu verstehen, das Verfahren beschrieben: Der Patient würde sich also in ein mannshohes Fass stellen und dann komplett in flüssiges, langsam aushärtendes Metenz eingegossen werden. Ein paar Tage nach der Behandlung würden dann all seine Leiden verschwunden sein. Durch ein Fenster konnte ich bereits in einer langen Reihe die Köpfe vieler eingegossener Patienten sehen, in Gespräche vertieft …”

 

“Gesundheit!”, sagte Philipp zu dem Flaschengeist, den der Staub von Jahrhunderten in Gefangenschaft niesen ließ und hatte damit seinen ersten Wunsch schon vertan. …”

 

“Man geht krank als Einer in einen Tunnel und kommt, hat man ihn endlich durchschritten, geheilt und als ein Anderer an seinem Ende hinaus. Was und wer einem auf solch einem Weg alles begegnet, das ist schon ein Ding für sich. Da war zum Beispiel …”

 

“Seitdem die Stadt komplett überglast, alle schlechte Luft abgesaugt und dafür frische, gefilterte, angereicherte Luft wieder hineingeblasen worden war, konnte eigentlich keiner mehr richtig krank werden. …”

 

“Er habe immer irgendetwas, sagten sogar seine besten Freunde … ”

 

“Meine Güte war das heiß! Der Schweiß lief Jon den Nacken wie eine Rutschbahn hinunter und vereinigte sich zu einen immer mächtiger werdenden Strom, der sich das Rückgrat hinunterstürzte. Da stand er plötzlich der kleinen mandeläugigen Verkäuferin im kurzen engen Top gegenüber. …”

 

Der Tag, an dem die Pflanzen laufen lernten

“Vor langer Zeit lebten in einem Dorf drei Nachbarn. Die hießen Rix, Rax, Rux. Jeder wohnte in einem kleinen Haus mit grünen Fensterläden, einem roten Dach und einem rauchenden Schornstein. Hinter jeden Häuschen befand sich ein Gärtchen. Dort pflanzten Rix, Rax, Rux Gurken, Tomaten und Sellerie. Jeden Tag gingen sie und gossen und hackten …”

 

“Vom Fenstersims aus hatte die Petersilie alles beobachten können …”

 

“Das von der schielenden Großmutter des Windes prophezeite Omen hatte sich bewahrheitet: sie konnte ihre Wurzeln bewegen. Einen Tag zwar nur, doch das würde vielleicht reichen, um …”

 

“Es waren einmal 25 Kakteen in einem mexikanischen Restaurant …”

 

“In der Kleingartenanlage ging alles drunter und drüber. Besonders der Löwenzahn machte, was er wollte …”

 

“Gestern Abend hatte Johanna die frischen Pfefferminzpflanzen aus dem Garten  mitsamt Wurzeln aufgegossen. Daran erinnerte sie sich noch. Jetzt sah sie nur eine kleine nasse Spur, die von der Teetasse in Richtung Tür verschwand …”

 

“Noch konnte Jasper es nicht glauben. Soeben war ihm seine Basilikumpflanze aus dem Topf auf den Schoß gesprungen und versuchte nun, mit ihren dünnen Ärmchen, grob an ihm herumzuzerren …”

 

Das Weiße Blatt

Wer unbeschriebene Blätter lieber mag, der nimmt ein solches und denkt sich selber den Anfang für seine Geschichten aus. Viel Spaß!!

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Kontakt: Erzähl mir was! e.V. c/o Jan Deicke

verein@magiamundi.de

Tel. 01522.8620107

 

 

Magia Mundi | Veranstaltet vom

Erzähl mir was! e.V.

in Kooperation mit

mondschaafs Lauschpalast

Unter Schirmherrschaft der Sächs. Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

Wir danken sehr herzlich: der Agrar GmbH & Co. KG Großvolksberg/Herrn de Boer sowie dem Tourismusverein Klosterbezirk Altzella e.V.